Ein Reisejournal – Fernweh – KreaKränzchen #2

Hallo, ihr Lieben!

Mich zieht es selten in die Ferne – oder besser gesagt, komme selten dazu, mich in die Ferne ziehen zu lassen. Reisen ist nicht ganz billig und so ist mein letzter Auslandsaufenthalt nun schon einige Jahre her. Aber der Alltag und die finanziellen Möglichkeiten machen mir einfach immer wieder einen Strich durch die Rechnung. Währenddessen wird mein Fernweh von Monat zu Monat größer. In der Zwischenzeit lasse ich mir von jedem, der auf Reisen geht, Postkarten mitbringen, damit ich in Tagträumen schwelgen kann. Die Karten landen immer an meiner Pinnwand. (Sogar meinen Chef habe ich eingetacktet – von ihm ist die Postkarte aus Kopenhagen oben im Bild.)

Aber dieses Jahr soll sich das ändern! Angefangen mit Dresden im März möchte ich dieses Jahr etwas reisen. Mit etwas Glück schaffe ich es auch endlich nach Amsterdam und/oder Prag. ♥

Und diese Reisen müssen natürlich dokumentiert werden und das nicht nur fotografisch. Also habe ich mich mit einem kleinen Ordner und jeder Menge Papier bewaffnet und meinen Scraptisch glühen lassen. fernweh-reisejournal02Dabei herausgekommen ist ein Reisejournal mit jeder Menge Platz für Abenteuer! Schon als Silvi und ich die Themen für unser KreaKränzchen aussuchten, war mir klar, was ich für „Fernweh“ gestalten würde. Ich wollte schon immer einmal ein Reisejournal gestalten, aber bisher war weder Gelegenheit noch Anlass dafür. Also habe ich die Gunst der Stunde genutzt. ;)

Dabei musste das Reisejournal für mich einige Anforderungen erfüllen:

  1. Es muss genügend Platz für Fotos und kleine Mitbringsel, aber auch Notizen sowie Tapes und Stifte bieten.
  2. Gleichzeitig muss es aber kompakt genug sein, dass ich es unterwegs gut verstauen kann, ohne viel Platz wegzunehmen.
  3. Das Journal muss stabil genug sein, um auch längeres Herumtragen auszuhalten.

Ich überlegte etwas hin und her – ob ich den Korpus des Reisejournals selbst konstruieren wollte oder ich mich besser eines von vornherein stabilen Hilfsmittels bediene. Vor…Himmel, 2 1/2 Jahren hatte ich schon einmal einen Ordner gescrappt (damals noch via meinem alten Blogger-Blog und noch nicht mit richtigem Namen ;) ), der mittlerweile hoffentlich prall gefüllt bei der lieben Iv herumsteht. Selbst Ringbuchmechaniken einzusetzen, ist also für mich nichts Neues mehr. Aber am Ende traute ich meinen Fähigkeiten, den Ordner stabil genug zu bauen, doch nicht über den Weg und entschied mich, einen Ordner für DIN A5-Papier aus der Schreibwarenabteilung zu verwenden. Diesen habe ich dann von außen und innen aufgehübscht.
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Für den Verschluss habe ich etwas Bäckergarn geflochten und auf der Rückseite des Ordners mittels Tackernadeln und doppelseitigem Klebeband fixiert (doppelt hält hier einfach besser). Vor kann das Garn dann um ein Brad gewickelt werden, dass ebenfalls mit doppelseitigem Klebeband fixiert wurde. Wie ihr oben sehen könnt, hab ich in das Band noch zwei kleine Metallanhänger eingeflochten, die von meinem sehr (sehr, sehr) kurzen Schwenker in die Schmuckherstellung übrig geblieben sind.

Damit die Papierkanten der äußeren Verschönerung nicht Knicken und Reißen habe ich diese zusätzlich mit Washi Tape ummantelt, wie auch beim Ordnerrücken geschehen.

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Links: die Trennblätter der einzelnen Bereiche mit Beschriftung | Rechts: ein Fototäschchen

Der Innenteil ist in vier Bereiche unterteilt: in Diary, Memorabilia, Fotos und Notes. (Und ich sehe gerade, dass ich im Journal Memorabilia falsch geschrieben habe – das kommt davon, wenn eins beim Scrappen Serien schaut. Ups, aber das lässt sich noch ändern.)

Im Diary gibt es leere Seiten und „Fragebogen“-Seiten, in die tagebuchartig eingetragen werden kann, was an einem Tag passiert ist. Unter Memorabilia finden Eintrittskarten, Postkarten und andere kleine Mementos Platz – dazu habe ich kleine Taschen gebastelt, die ihr im nächsten Bild sehen könnt. Unter Fotos gibt es leere Seiten und so kleine Einsteckfächer wie oben rechts im Bild. Unter Notes finden sich schließlich noch leere Seiten für weitere Notizen.

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Links: eines der Täschchen aus „Memorabilia“ | Mitte: ein Tagebuch-Fragebogen | Rechts: das Deckblatt für „Notes“

Durch die Ringbuchmechanik lässt sich das Reisejournal ständig erweitern – und es ist noch immer genug Platz für ein verschließbares Täschchen mit Stiften und Tapes, damit das Büchlein auch von unterwegs befüllt werden kann.

Ich bin ziemlich zufrieden mit meinem Projekt und freue mich, es zu befüllen. Vielleicht leiste ich mir bald auch eine von den kleinen Sofortbildkameras, die jetzt wieder im Kommen sind, damit der „Fotos“-Teil auch auf der Reise selbst nicht leer bleibt.

Habt ihr auch ein Projekt, dass zum Thema „Fernweh“ passt? Dann hüpft rüber zu Silvis Linkparty und teilt es mit uns! Wir freuen uns darauf. :)

~Jen

Und weil es so gut passt – ab damit zum CreaDienstag.

12 Kommentare

  1. Boah ist das schön!!! Ich finde das wirklich ganz ganz toll geworden – die Farben, die Ausstattung – all die kleinen Details! Und das ist alles so gut durchdacht. Ich kann es gar nicht abwarten, das mal live durchzublättern! *uhiuhiuhi* ^^

    Ich hätte im Übrigen wohl auch einen fertigen Ordner genommen – man muss es sich ja nicht „noch schwerer“ machen, als nötig ^^ Und mit allen anderen Gestaltungsmaßnahmen hattest du sicher alle Hände voll zu tun.

    Ich freue mich grad total über dein Reisejournal ^^ Ein wunderwunderbarer Beitrag zum KreaKränzchen :D
    Jetzt muss ich mich mit meinem echt ma ranhalten *kicher

  2. Natürlich ist der von dir gestaltete Ordner prall gefüllt – mit Materialien zum Scrappen steht er direkt in Schreibtischreichweite!

    Wenn ich mir das gute Stück aber so anschaue, ist es für ein Reisejournal, das ja nun wirklich mehr aushalten soll, eine gute Entscheidung gewesen, auf ein fertiges Grundprodukt zurückzugreifen, von dem man nun sowieso nichts mehr sieht! Dein Journal ist nämlich mega hübsch geworden! <3
    Besonders gut gefallen mir die Federn an dem Bindebändchen, das passt so gut zum Thema! Und die Aufteilung ist auch ziemlich durchdacht. :D

    Dann kann ich ja bald auch das gute Stück im Original bewundern, oder? :D Darauf freue ich mich schon. Ach, noch eine Idee für eine kleine Ergänzung: Wie wäre es denn mit "Gast-Seiten"? Da könnten sich Personen verewigen, die du besuchst oder getroffen hast. :D

  3. Wow, wie schön! Wenn ich überlege dass meine gesammelten Eintrittkarten und Erinnerungen in diversen Schächtelchen verstreut liegen und die Fotos auf dem PC verstauben, da wäre so ein Journal wirklich etwas tolles. Gefährlich dein Blog, er zeigt mir Dinge von denen ich nie wusste, dass ich sie brauchen könnte (aber ist das im Internet nicht immer so ;-) )
    Mein Fernwehprojekt hat gestern einen herben Dämpfer erlitten, ich hoffe ich schaff es noch, mich bis zur Deadline wieder zu motivieren.
    Wünsche dir viel Spass in Dresden, ist eine sehr schöne Stadt!
    lg ette

    1. Vielen Dank! :D
      Oje, ich hoffe, ich verführe dich jetzt nicht zu kostspieligen Schandtaten. ;)

      Na, ich bin sicher, dass die Muse noch einmal anklopft! Es ist ja noch etwas Zeit und ich drücke fest die Daumen, dass du es schaffst!

  4. Oh, wie gut ich Fernweh verstehe – ich habe ja sogar in der Ferne manchmal noch Fernweh. Die Welt ist so groß und man selbst so klein, aber bei den schnellen heutigen Reisemöglichkeiten spürt man das gar nicht so intensiv, wie es ist – zum einen bin ich um diese Möglichkeiten unendlich froh, zum anderen aber denke ich: Wie seltsam, wie beiläufig wir die Entfernungen verschlucken, und wie befremdlich, dass wir heute an einem Tag schaffen, was früher einmal Monate gedauert hat. Es macht die Welt beschreitbarer und zugleich seltsam kleiner in all ihrer auf einmal (theoretisch) erreichbaren Größe, und überall sind bereits Fußabdrücke. Trotzdem – allein schon die andere Luft, das andere Tempo, der andere Himmel an einem Ort, an dem man noch nie zuvor war, das reißt neue Räume im Innern auf, die sonst verschlossen geblieben wären. Ich drücke alle Daumen, dass Du Dein wunderbares Reisejournal bald füllen kannst. (Wobei ich auch innere Reisen sehr ernst nehme – lieber vom Reisen träumen, aber nie reisen, als ständig zu reisen, aber niemals davon zu träumen. Am besten ist und bleibt aber natürlich beides ;)).

    Liebe Grüße
    Maike

  5. Wow, das ist echt super geworden!
    Das Design wirkt richtig durchdacht und irgendwie freu ich mich schon total an deiner Statt aufs Eintragen. Will sagen: Nur von den Bildern her erweckt es bei mir schon Reisefreude und es schreit förmlich danach Erlebnisse erzählt zu bekommen.
    Ich denke, du wirst sehr viel Spaß und Freude mit dem Journal haben!

  6. Wow, dein Reisejournal ist toll geworden. Und wie lustig, bei mir gibt’s nächste Woche auch – allerdings einfache, bunte – Ferientagebücher für meine Kids. Denn wir Hamburger haben ab kommende Woche Frühjahrsferien und dann zieht’s viele zum Skilaufen in die Berge… Liebe Grüße, Ulli

  7. Wow, das ist wirklich ein tolles Stück geworden! Ich bin ein großer Fan von solchen Reisejournals, weil man dann immer eine schöne Erinnerung an seine Reisen hat.
    Ich selbst führe eigentlich immer Reisetagebuch, schon alleine, weil es hilft auch nach Jahren noch zu wissen, was man alles gemacht hat und wo man war. Ein paar Sachen vergisst man ja leider doch nach einer Weile. Aber so ein schönes selbstgemachtes Buch wie deines hatte ich noch nie. Hoffentlich kann es dich auf vielen schönen Reisen begleiten und dann ganz toller Erinnerungen beherbergen!
    Und natürlich wünsche ich dir viel Spaß beim Reisen dieses Jahr!
    LG Rose

  8. Jetzt komme ich endlich auch einmal dazu, deinen Beitrag zum Fernweh-KreaKränzchen anzuschauen und ich bin begeistert. Wie schön! Spracbooking ist ja nicht mein Werkelgenre, umso lieber gucke ich es mir aber bei anderen Leuten an. Ich wünschte, ich hätte bei meinem Auslandssemester ein so schönes Reisetagebuch dabei gehabt. Ich mag die ganzen kleinen Details und die tolle Struktur, die du reingebracht hast.
    Bevor ich jetzt noch ein paar Minuten tagträumenderweise deine Fotos betrachte, bleibt mir nur doch, dir die Daumen zu drücken, dass deine Urlaubspläne dieses Jahr auch klappen. Prag kenne ich selbst (noch) nicht, aber Amsterdam ist definitiv eine Reise wert!
    LG, Sabrina

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