Blumiger Apfelkuchen – Let’s Cook Together

Hallo, ihr Lieben!

Ich liebe, liebe, liebe Hefeteig – egal ob roh oder gebacken. Aber gut meinte es die Hefegöttin bisher nicht so recht mit mir. Von zehn Hefeteigen lagen neun wie ein Stein in der Schüssel und wollten einfach nicht hochgehen. Wie frustrierend! Denn gerade mit Hefeteig lassen sich meine geliebten Apfel- und Zwetchgenkuchen backen.

Dieses Jahr habe ich mir im Rahmen meiner Herzliste vorgenommen, mich selbst mehr herauszufordern. Das bezieht sich vor allem auch auf das Backen. Also wagte ich mich vor ein paar Wochen noch einmal an die Hefe, schickte Stoßgebete an die Hefegötting und siehe da, es klappte! Der Teig machte, was ein Hefeteig so tut, und wuchs in seiner Schüssel fröhlich vor sich hin. Sogar auf der Arbeitsplatte musste ich der Hefe hin und wieder Einhalt gebieten. Hach, war das schön!

Seither könnte ich jeden Sonntag einen Hefeteig ansetzen. Während das gute Stück fröhlich wächst, kann ich nämlich entspannt frühstücken. ;) So geschah es auch an diesem Sonntag und, wie versprochen, teile ich heute mit euch das Ergebnis.

blumiger-apfelkuchen01Sieht er nicht zum Anbeißen lecker aus? Und er geht – vom Hefeteig abgesehen – ganz fix und macht optisch auch ordentlich etwas her. Wenn ihr bei der nächsten Sonntagskaffeetafel etwas Eindruck schinden wollt, ist dieser Apfelkuchen genau der Richtige!

Blumiger Apfelkuchen

Zutaten für eine 26cm Springform

300g Mehl
125ml Milch
75g Butter
45g Zucker
1 Ei
1/2 Würfel Hefe
1 Prise Salz
1/2 TL Zimt
3-4 Äpfel (z.B. Boskoop)
Schalenabrieb & Saft von 1 unbehandelten Zitrone

Außerdem: 1 EL Zitronensaft, ein Schlück süßen Likör & Puderzucker nach Bedarf

Zubereitung

  1. Mehl in eine Schüssel geben und eine Mulde hineindrücken. 30g Zucker, Zitronenabrieb und Salz hinzugeben. Butter in kleine Stücke schneiden und in den Rand der Mehlmulde setzen.
  2. Milch leicht erwärmen. Die Hefe hineinbröseln und mittels Rühren auflösen.
  3. Die Milch-Hefe-Mischung in die Mehlmulde geben und mit einem Löffel mit etwas Mehl vermischen.
  4. Diesen Vorteig etwa 15 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen (Ich heize dafür immer meinen Backofen ganz leicht vor).
  5. Wenn der Vorteig gegangen ist, alle Zutaten zur einem glatten Teig verkneten und diesen nochmals für ca. 60 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.
  6. Währenddessen die Äpfel schälen, halbieren, entkernen und in nicht allzu dünne Schipperchen schneiden (ggfs. frühstücken ;) ). Die Apfelstückchen mit dem Zitronensaft beträufeln und mit dem restlichen Zucker und dem Zimt vermischen.
  7. Eine Springform einfetten.
  8. Den Hefeteig noch einmal kurz durchkneten und auf einer bemehlten Arbeitsfläche rechteckig ausrollen. Den Teig in ca. 2 cm breite Streifen schneiden.
  9. Nun wird es etwas kniffelig: Rollt den ersten Streifen soweit ein, dass ein kleiner Kreis entsteht (er muss nur einen Finger breit sein) und setzt diesen in die Mitte  eurer Springform. Halbiert zwei der Apfelschipperchen und setzt die Stückchen um den Teigkreis herum und wickelt dann einen restlichen Streifen des Teiges darum. Die Spirale sollte nun schon groß genug sein, dass ihr mit ganzen Schipperchen weiterverfahren könnt. Also: Apfelstücke ansetzen, mit Teig umrunden, Apfelstücke ansetzen, mit Teig umrunden – wenn ein Teigstreifen zu Ende geht, könnt ihr das Ende einfach etwas mit dem Apfelsaft anfeuchten und einen neuen Streifen „ankleben“. Das macht ihr solange, bis ihr zum Rand eurer Springform kommt. Am Ende sollte der Kuchen spiralförmig/blumig aussehen.
  10. Jetzt heizt ihr euren Backofen auf 175°C vor. Währenddessen lasst ihr den Kuchen noch einmal an einem warmen Örtchen gehen – z.B. neben der Heizung.
  11. Den Kuchen ca. 20-25 Minuten goldbraun backen und anschließend abkühlen lassen.
  12. Zitronensaft und Likör mischen (Ich habe hier Weiße Schokolade-Cremelikör genommen) und solange Puderzucker einrühren bis ihr eine dickflüssige Glasur erhaltet. (Wenn es euch zu wenig erscheint, nochmals ein wenig Zitronensaft nachträufeln und weiter Puderzucker zugeben.)
  13. Die Glasur über den abgekühlten Kuchen sprenkeln – Fertig!

blumiger-apfelkuchen07Bei diesem Kuchen ist das Teig-Frucht-Verhältnis genau richtig, wie ich finde. Ich mag es nicht besonders, wenn Kuchen nur aus Teig bestehen – so werden sie schnell trocken. Zu viel Frucht macht einen Kuchen schnell matschig, was zwar lecker sein kann, aber dennoch eher suboptimal ist.

Die Äpfel verleihen dem ganzen eine leichte Säuerlichkeit und sind fest genug, dass sie beim Backen nicht gleich ihrer Form verlieren. So bleibt nicht nur Apfelmus am Boden der Springform übrig.

blumiger-apfelkuchen08

Ich liebe diesen Kuchen – und meine kleinen Fresskäfer im Büro ebenfalls. Der Kuchen hat gestern nicht einmal den frühen Nachmittag überlebt. Wenn das kein Kompliment ist. ;)

Weitere viele tolle Apfelkuchen gibt es heute bei Inas „Let’s Cook Together“, die unter dem Thema „An Apple a Day – Apfelkuchenliebe“ dazu aufruft, unsere leckersten Apfelkuchenrezepte zu teilen. Da musste ich einfach mitmachen. ♥

~Jen

Damit geht es auch ab zum CreaDienstag.

18 Kommentare

  1. Wow, Dein Apfelkuchen sieht ja genial aus, was für ein tolles Gebäck. Ich glaube, ich muss mich jetzt mal bei Dir durchwühlen, ich liebe es zu backen, wie man an meinem heutigen Beitrag auch sieht. Guten Appetit beim Verschlingen dieses „tollen Teils“.
    LG Petra

  2. Oh was ist das für ein wirklich ästhetisches Stück Gebäck *-*
    myam – da läuft mir ja gleich das Wasser im Mund zusammen! Diese Blumenoptik ist einfach schon total klasse und die Zubereitung klingt an und für sich auch recht simpel … jetzt müsste ich nur noch so dieses gewisse Backtalent mit mir bringen – aber ähnlich wie bei dir zu Anfang stellt Hefe für mich ein unüberwindbares Hindernis dar.
    (Das überlasse ich dann doch lieber meinem Liebsten ^^; )

    Ich hätte gerne ein Stück davon. Und zwar Jetzt. ^^

    1. Dankeschön! :D

      Vielleicht probieren wir den einfach mal zusammen aus – meine Mutter sagt jedenfalls immer „Hefeteig ist der leichteste Teig überhaupt!“, was ich zwar etwas übertrieben finde, aber per se ist der ja echt easy. Nur die Hefegöttin ist mensch manchmal einfach nicht wohlgesonnen. ;)

  3. Ach ja, Hefe. Darüber lasse ich mich jetzt nicht schon wieder aus. *g*
    (Nur kurz: Ich hatte nie das Problem, das der Teig nicht aufgehen wollte. Nur wenn er dann im Ofen gelandet war, tat sich gar nichts mehr und das Gebäck wurde hart wie ein Stein. Ob ich zu lange/zu heiß gebacken habe? *grübel*)

    Anyway – deinen Kuchen finde ich vor allem erstmal sehr hübsch! <3
    Und lecker isser garantiert auch. Mjam!
    Passt ja auch sehr gut jetzt so zum Valentinstag! *g*

    1. Hihihi. Bei Hefe hat scheinbar echt jeder seine Geschichten.
      Hm, zu lange und zu heiß könnte eine Möglichkeit sein – wie lange und bei wie viel Grad hast du denn deine Küchlein immer reingeschoben? Wenn es nicht gerade Pizza ist, reichen für Hefeteig durchaus 170-180°C.
      Aber es kann auch einfach an der Hefe liegen. Wenn die nicht frisch ist, dass boykottiert sie häufig einfach alels.

      Dankeschön! ♥

  4. Wunderschön sieht der aus! Das Rezept werde ich einmal testen :) Der Zitronenguss ist eine gute Idee, das macht den Geschmack bestimmt anders als normale Apfeltorten.
    Lg Lara

  5. Der Kuchen sieht wirklich köstlich aus!!! :-)
    Ja, Hefe kann eine kleine Diva sein. ;-) Aber wenn man sie gut behandelt, spielt sie meistens mit. ;-) Da lohnt sich der Aufwand
    GLG vom Cocolinchen!

  6. Mmmh Apfelkuchen, meine absolute Lieblingsmehlspeise! Ich bevorzuge zwar eher den Apfelstrudel (klar – als Österreicherin ist man hier schon „vorbelastet“ ), aber dieser Apfelkuchen in Blumenform wäre auch ganz nach meinem Geschmack. Vor allem, da ich Hefeteig liebe und auch eher fruchtigere Kuchenvarianten bevorzuge, die nicht nur aus Teig bestehen. Danke für dein Rezept!
    Liebe Grüße, Selina

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